
Nachgefragt: bei Nico Siller, Lernender Recyclist
Nico Siller hat im August 2021 seine Ausbildung bei der Firma Zimmermann Umweltlogistik AG im Center Buochs gestartet. Er erzählt aus seinem Alltag als Lernender und verrät uns seinen Tipp zur Berufswahl.
Was macht ein Recyclist – Lernender in seinem Berufsalltag?
Ein Recyclist sammelt weggeworfene Materialien und verwertet diese weiter. Bei der Annahme entscheidet er, um welchen Werkstoff es sich handelt und hält Gewicht und Art des Materials auf einem Anlieferdokument fest. In der Sortierstelle werden dann die Werkstoffe von Fremdmaterial getrennt, gereinigt und sortenrein in sogenannte Fraktionen zum Verkauf gelagert. Des Weiteren erstellt der Recyclist eine detaillierte Lagerliste. Damit wird der Verkauf, Verlad und Transport organisiert.
Weshalb hast du dich für eine Lehre als Recyclist entschieden und was findest du an deinem Beruf am spannendsten?
Die Arbeit des Recyclisten ist wichtig. Sie hilft, weltweit weniger natürliche Ressourcen, wie z.B. Erdöl und verschiedenste Metalle zu verbrauchen. Es ist ein vielseitiger Beruf, bei dem man sich eine breite Materialkenntnis aneignen muss. Bei der Warenannahme ist Kundenkontakt wichtig und man benötigt das Geschick eines Verkäufers. In der Sortierstelle ist man als Handwerker und Lagerist im Einsatz und beim Verlad ist der Umgang mit schweren Baumaschinen und Staplern gefragt. Ich schätze es, dass ich mich nach meiner Lehre in all diesen Bereichen spezialisieren kann. Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es beispielsweise als Chauffeur, Baumaschinenführer, Waagmeister oder Werkleiter.
Gibt es auch Arbeiten, die du weniger gerne ausführst?
Grundsätzlich bin ich motiviert, alle Arbeiten zu erledigen. Weniger gerne mag ich es, wenn ich Arbeiten bei starker Verschmutzung oder grosser Staubentwicklung durchführen muss.
Welche Tipps gibst du den Schülerinnen und Schülern für ihre Berufswahl?
Geht an verschiedenen Orten schnuppern, bevor ihr euch für einen Beruf entscheidet! So habt ihr einen Vergleich. Als ich an der ORS war, ging ich während einzelner Ferientage bei der Firma Zimmermann Umweltlogistik AG arbeiten und lernte so das Team kennen. Das hat einen guten Eindruck hinterlassen.
Was muss eine Jugendliche bzw. ein Jugendlicher für den Beruf des Recyclisten mitbringen?
Viel Flexibilität! Man arbeitet handwerklich und lernt bereits im 1. Lehrjahr, einen Stapler zu fahren. Daneben hat man aber auch Kundenkontakt und führt kaufmännische Tätigkeiten aus. Meist ist man bei Wind und Wetter an der frischen Luft und sollte zudem die Bereitschaft mitbringen, später auch mit schweren Maschinen (z.B. Baumaschinen) zu arbeiten. Hast du bereits Pläne für die Zukunft? Zuerst will ich einfach meine Lehre erfolgreich abschliessen. Vielleicht werde ich mich später in Richtung Waagmeister, der für die Warenannahme zuständig ist, weiterentwickeln. Auch Maschinist, welcher im Betrieb die schweren Maschinen bedient, könnte etwas für mich sein.
Vielen Dank für diesen spannenden Einblick. Wir wünschen dir viel Erfolg bei deiner weiteren Laufbahn.